Come to the dark side! We have Cookies


  Startseite
  Über...
  Archiv
  Kurzgeschichte
  Japan A-Z
  Lieblings Lieder
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Freunde
    shadowcat3
    - mehr Freunde




Links
  Geile Klamotten
  Three Days Grace
  GirlsGoGames
  Paraplüsch
Letztes Feedback


http://myblog.de/mangatoki

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Ich widme diese Kurzgeschichte meinen Freunden. Ihr seid der Wind unter meinen Flügeln, der Ketchup auf meinen Pommes, die Zündkerze in meinem Wagen, die Blutbank für meinen Vampir, die Mango in meinem Früchtebecher, der Spickzettel in meiner Klausur, der Sponge für mein Bob, der Wodka in meinem Orangensaft, der Fluch in meiner Karibik. Warum um den heißen Brei herum reden? Ihr seid die Led Zeppelin für meinen Dean.

 

 

„Du siehst lächerlich aus.“ Das wusste er natürlich. „Vielen Dank, das wäre mir fast nicht aufgefallen.“ Sam war 23 und trug lange grüne Ohren, einen zu langen Mantel und ein Plastiklichtschwert. „Warum sollte ich noch gleich den Lockvogel spielen?“ „Weil ich der Ältere bin, so etwas wie Würde besitze und besser schießen kann als du.“ Wenigstens ersteres stimmte. Die beiden Brüder hatte es auf ihrer Jagd nach dem Bösen nach Chicago, Illinois verschlagen. Hier fand das alljährliche Treffen des Star Wars Fanclubs statt, das zwei Wochen andauerte und jeden Abend verschwand eines seiner Mitglieder spurlos, um am Tag darauf scheibchenweise wieder aufzutauchen. Der Plan war simpel: Sam geht auf das Treffen, lockt das Etwas, das diesen Schweinkram verursachte auf den Parkplatz und Dean schoss es nieder. Allerdings waren sie sich nicht sicher, womit sie es genau zu tun hatten. Wenn es ein von einem Dämon besessener Mensch war, mussten sie ihn nur in Weihwasser tunken, bei Geistern half Steinsalz und auf den Rest drosch man einfach solange ein, bis er nicht mehr zuckte. Sie hatten sich dafür entschieden, einfach mal auf das Ding zu schießen und zu sehen, was passierte. Sam fühlte sich mehr als bescheuert in seinem drittklassigen Yoda Kostüm, doch was tat man nicht alles für das höhere Wohl…

„Die Macht sei mit dir Sammy.“ „Leck mich.“ „Komm schon Alter, es könnte schlimmer sein.“ „Und wie?“ „Ich hätte dir auch das Prinzessin Leia Kostüm mitbringen können.“ Er wusste nur zu gut, dass sein Bruder nicht bluffte. Als Dean bei ihrer letzten Mission für die falschen Ausweise zuständig gewesen war, hatte Sam für eine ganze Woche den Namen Samantha Kurzschwanz getragen. „Ich hasse dich.“ Er grinste und hielt ihm die Autoschlüssel entgegen. „Dafür darfst du fahren.“ Gerade als er etwas besänftigt nach den Schlüsseln greifen wollte, steckte Dean sie wieder ein und sah ihn mit gespielter Enttäuschung an. „Ich dachte, du kennst mich besser.“ Natürlich durfte niemand seinen Impala Chevrolet entweihen, das wäre auch zu schön gewesen. Sie stiegen ins Auto und Sam konnte seinen perfiden Racheplan in die Tat umsetzten, den er sich für den Ausweis hat einfallen lassen. „Hey Dean, wie wär’s mit etwas Musik?“ „Klar, Led Zeppelin oder Metallica?“ „Überrasch mich!“ Dean griff nach einer seiner zahlreichen Kassetten, drehte voll auf und wäre vor Schreck beinahe auf die Gegenfahrbahn geraten. „Oops, i did it again!“ Ein mörderischer Ausdruck trat in seine Augen. “Meinetwegen kannst du mich schlagen, skalpieren, teeren und federn. Aber Alter, womit habe ich Britney Spears verdient?”

 

Das Treffen fand in der Sporthalle der Universität statt. Sam erntete herablassende Blicke und spitze Bemerkungen, während er versuchte aus dem Wagen zu steigen, ohne seine überdimensionalen Ohren zu verlieren. „Jämmerlich.“ Kam es von einem dürren jungen Mann, der in ein braunes Zottelfell gehüllt war und wohl noch nicht mitbekommen hatte, dass es mittlerweile wirksame Heilmittel gegen Akne gab. „Rote Lichtschwerter tragen nur die Anhänger der dunklen Seite. Du bist unwürdig.“ „Wenigstens hat er schon mal mit einer Frau geschlafen. Auch wenn man es ihm gerade nicht ansieht.“ Sam machte sich nicht die Mühe, seinem Bruder für die halbherzige Verteidigung zu danken. Chewbacca machte sich beleidigt aus dem Staub. „Vergiss nicht: alle Opfer haben sich kurz vor ihrem Verschwinden als Vorstandsmitglied beworben.“

„Ja doch, jetzt fahr schon! Ich lock ihn auf den Lehrerparkplatz.“ „Ach, und Sam?“ „Was?“ „Halte dich von den Sith fern, die sind fies.“ Sam schlurfte bis in die Knochen gedemütigt auf den Eingang zu, wo Jar Jar Binks die Mitgliedskarten kontrollierte. „Yoda, mein Bruder hat mich heute Morgen angemeldet.“ „Ah ja, Homer Sexuell, richtig?“ Britney Spears war noch nicht genug. Er musste wohl seinen geliebten Impala rosa lackieren. „Ja genau. Mein Bruder Metro hat mir die Mitgliedschaft zum Geburtstag geschenkt.“ Im Nachhinein war es vielleicht doch besser, dass er hier war und nicht Dean. Er wusste sich wenigstens zu benehmen und erlag nicht dem Drang, laut los zu lachen, als er die als Clubtreffen getarnte Freakshow betrat. Zu seiner Collegezeit hätte man solche Leute verprügelt und in einen Spint gesperrt, aber das nur nebenbei. Er musste sich auf seine Aufgabe konzentrieren. Es fiel auf, dass sich in der aufwändig dekorierten Sporthalle nicht ein weibliches Wesen befand, was Sams Meinung bestätigte, dass Dean besser nicht hier war. Der notorische Weiberheld hätte sich schnell gelangweilt. Sam wandte sich an einen R2D2, der aussah, als hätte er was zu melden. „Hey, weißt du, wo ich mich für den Vorstand bewerben kann?“ Da sein Gegenüber nur undefinierbare Laute von sich gab, richtete er seine Frage an eine niedere Lebensform. „Trag dich einfach da vorne in die Liste ein.“ Sagte Watto der fliegende Schrotthändler. Nach Angaben einiger Jediritter die sie befragt hatten, haben sich alle Opfer eingetragen und das Treffen dann frühzeitig verlassen. Also bewegte auch Sam sich jetzt auf den Hinterausgang zu, der zum Lehrerparkplatz führte.

Es war dunkel. Es war dunkel und es war kalt. Es war dunkel und es war kalt und er sah aus wie der Krötenkönig. Ziemlich genervt trat er auf den Parkplatz. Sobald sich die Tür hinter ihm geschlossen hatte, begann jemand ganz in der Nähe die Star Wars Erkennungsmelodie zu pfeifen. „Sehr witzig Dean, ich hab selten so gelacht.“ Das Auto stand gut hundert Meter weit weg und er konnte erkennen, dass definitiv jemand am Steuer saß. Aber wenn Dean im Wagen saß… Er hörte Schritte und zog reflexartig sein Lichtschwert. Hoffentlich war es eine blutrünstige Killermaschine mit dem IQ eines Langhaardackels, die würde ihn wenigstens nicht auslachen. Das Pfeifen wurde lauter und erstarb. Sam umklammerte seinen Plastikstab fester. Plötzlich wurde er von den Füßen gerissen. Etwas sehr haariges und wütendes schlug auf ihn ein. Ein Schuss erhellte die Nacht für den Bruchteil einer Sekunde, dann kippte sein Angreifer zur Seite. „Sam, alles in Ordnung?“ Dean rannte zu ihm und half ihm auf die Beine. „Alles bestens. Hast du das auch gehört?“ „Dass du geschrieen hast wie ein kleines Mädchen?“ „Nein, das Ding hat gepfiffen. Die Star Wars Melodie.“ „Ich glaube, du bist beim Potrennen zu oft auf den Kopf gefallen. Monster pfeifen nicht. Monster knurren, fauchen oder zischen.“ Sam warf einen Blick über Deans Schulter. „Apropos, glaubst du, du hast es wirklich getroffen?“ „Natürlich, schließlich hab ich geschossen. Wieso fragst du?“ „Weil es weg ist.“

 

Am nächsten Morgen wurde C-3PO tot aufgefunden. Naja, eigentlich fand man nur den Kopf, der auf einem Haufen Brei und Metall lag. Mit viel Fantasie konnte man auch noch eine halbe Hand erkennen. Dean zertrat frustriert eine Kakerlake, die unter seinem Bett hervor krabbelte. „Dieses Hotel ist echt schäbig.“ Bemerkte sein Bruder. Dean war es egal. Bei den ganzen Monstern die er bisher gesehen hatte, war er froh, wenn nur Ungeziefer unter seinem Bett hauste. „Diese Viecher sind wenigstens ungefährlich. Beschissen nervig, keine Frage, aber nicht tödlich.“ „Anders als das Ding von letzter Nacht. Wir brauchen noch einen Namen dafür.“ „Pfiffikus? Pfiffiges Pfeifenvieh? Freddy der pfeifende Fiesling? Oh nein, besser: Darth Vader.“ „Den haben wir vorgestern vom Asphalt gekratzt, falls du dich dran erinnerst.“ „Achja… dann nennen wir ihn einfach Hugo. Das ist eingängig und leicht zu merken.“

 

 

 

Da Sam nicht aufhörte, sich über den Zustand ihres Hotelzimmers zu beklagen, verlagerten sie ihre Besprechung in eine Kneipe/Restaurant/Café/Diner/Motel. Das Eingangsschild reichte über die ganze Wand. Abgesehen von Deans genialem Plan einfach auf alles zu schießen, das ihnen verdächtig erschien, den Sam aber ablehnte, kam nicht viel heraus. Also einigten sie sich darauf, das Hotel zu observieren, in dem die meisten Star Wars Fans einquartiert waren. Sie zuckten jedes Mal nervös zusammen, wenn sie jemanden pfeifen hörten.

Stunden später war Dean so angespannt, dass er fast ein kleines Mädchen erschoss, das durch seine Zahnlücke den Ententanz pfiff. Am Ende des Tages hatten sie also außer einer weinenden Sechsjährigen nichts zustande gebracht. Da sie langsam Hunger bekamen, setzte sie sich wieder in die Kneipe/Restaurant/Café/Diner/Motel und bestellten sich etwas. Nach einer Weile lächelte Sam kopfschüttelnd und nickte alles andere als unauffällig in eine Richtung, in der es offensichtlich etwas Sehenswertes gab. Eine blonde Kellnerin mit verboten viel Dekolté sah kokett zu Dean rüber und klimperte mit den Augen.

Als sie – natürlich aus Versehen – ihren Stift fallen ließ und sich lasziv danach bückte, wandte er sich ab. „Für so etwas haben wir jetzt wirklich keine Zeit.“ Sam glotzte ihn an, als wäre er gerade mit einem Bobbycar über den Highway gebrettert. „Ist das dein Ernst?“ „Wir haben eine Mission zu erfüllen.“ Dean glaubte seinen Bruder damit überzeugt zu haben, aber nur bis Sam ihm wie beiläufig eine ganze Flasche Weihwasser ins Gesicht spritzte. Er beäugte ihn noch eine Weile misstrauisch, doch als Dean nicht reagierte, ließ er es dabei bewenden. „Und was wollen wir jetzt wegen des Viehs (Sam weigerte sich, es Hugo zu nennen) machen?“ „Du gehst noch mal auf das Treffen und versuchst herauszufinden, ob jemand etwas über einen pfeifenden Fellbeutel weiß, der vielleicht etwas gegen diese Ansammlung von Spinnern haben könnte. Am Besten du formulierst das noch um.“ Und so besserte sich Deans Laune wieder etwas, da er Sam grün anmalen und ihm Koboldohren befestigen durfte. „Au! Klar, mach ruhig weiter so. Wer braucht schon Ohren?“ „Jammer nicht Alter, sonst tacker ich dir die Dinger fest.“

 

Er ließ Sam an der gleichen Stelle raus wie den Abend zuvor. Bevor sein kleiner Bruder die Tür hinter sich schloss, hörte er noch, wie er angesprochen wurde. „Seid gegrüßt Meister Yoda! Du heißt also Homer Sexuell? Ein recht ungewöhnlicher Name, oder?“ Sam schwieg und Dean grinste breit. „Schon möglich.“ Sagte er schließlich. „Kann ich dir ein paar Fragen stellen?“ Dean fuhr los und schob eine Kassette rein, nur um festzustellen, dass sie statt ACDC die Greatest Hits von Miley Cyrus enthielt. In ihm wuchs der Wunsch, seinen Bruder mit scharfen Gegenständen zu bewerfen. Zwei Stunden später holte er ihn wieder ab. „Und?“ „Bingo. Freddy der pfeifende Fiesling heißt Peter Wilson und ist ein Poltergeist.“ „Blödsinn, Poltergeister haben kein Fell.“ Sam lächelte überlegen wie ein Schuljunge, der seinen Lehrer verbesserte. „Dieser schon. Peter Wilson war ein langjähriges Mitglied des Fanclubs. Er war so besessen, dass er sich Fell implantieren ließ, um wie seine Lieblingsfigur auszusehen. Der Clubvorstand erklärte ihn für zu fanatisch und verweigerte seine Aufnahme. Also hat er sich erhängt.“ „Und jetzt legt sein zotteliger Geist alle um, die in den Vorstand wollen?“ „Genau.“ Das klang so unwahrscheinlich, als würde ihm jemand erzählen, dass sein Vater heimlich Damenunterwäsche trug. Das Bild verstörte ihn. „Kopfkino.“ Flüsterte er angewidert. „Alles klar?“ Dean nickte stumm. „Gut, dann müssen wir jetzt nur noch sein Grab finden, Salz über seine Knochen streuen und alles verbrennen.“ „Ja, ich hab das auch schon mal gemacht.“ Der Friedhof war erstaunlich gut beleuchtet und es war nicht schwer, das richtige Grab zu finden. „Was für ein Freak.“ Sagte Dean, als er das Streichholz auf die benzingetränkten Überreste von Peter Wilson warf. „Sagte der Kerl mit den fünf Kilo Sprengstoff im Kofferraum.“ „Man kann ja nie wissen.“ Sam befreite sich von seinem Kostüm und ließ es ins Grab fallen. „Und was machen wir jetzt?“ Dean grinste. „Also ich weiß ja nicht, was du vorhast, aber auf mich wartet da eine heiße Kellnerin, der ich gerne mal mein Lichtschwert zeigen würde.“ „Idiot.“ „Schlampe.“




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung